Qualitätsmanagement

VTÖ bietet Qualitätsmanagement (QM) für Österreichs Technologiezentren

Technologiezentren haben in den letzten Jahren österreichweit einen regelrechten Boom erlebt. Entstanden im Umfeld regionaler Wirtschaftsinitiativen und Privat-Public-Partnership-Modelle, leisten sie als regionale Impulsgeber in Sachen Innovation einen ganz wesentlichen Beitrag zum nationalen und internationalen Upgrading vorhandener Potentiale. Ihre Aktivitäten sind primär durch regionale Einflüsseund Marktgegebenheiten geprägt, tragen oftmals die persönliche unternehmerische Handschrift des jeweiligen Zentrumsmanagers.

Qualität durch Benchmarking

Gemeinsame und vor allem messbare Qualitätskriterien existierten für die mittlerweile 110 österreichischen Technologie- und Impulszentren bislang keine. Der Verband der Technologiezentren hat deshalb im Vorjahr ein Projekt zur Einführung eines verbindlichen Qualitätsmanagementsystems (QM-System) gestartet – nun wurden die ersten der bislang 18 teilnehmenden Zentren zertifiziert. Ziel war es, aufgrund von Erfahrungswerten wichtige Prozesse und Mindeststandards in den Zentren nach Qualitätskriterien zu beschreiben. Zeitgleich wurde ein Benchmarkingsystem eingeführt, um den wechselseitigen Erfahrungsaustausch zwischen den Zentren und die kontinuierliche Optimierungsarbeit voranzutreiben.

Oberösterreichische Technologiezentren: Vorbildhaft in Sachen Qualitätsmanagement

Im Oktober 2006 wurden mit den Zentren Techno-Z-Ried, TGZ Schärding, TDZ Donau-Böhmerwald und Techno-Z Braunau die ersten vier Technologiezentren durch den VTÖ zertifiziert.

Das TZS Gmunden wurde Anfang 2007 zertifiziert.

Sie orientierten sich am oberösterreichischen QM-Pilotprojekt Q-net, bei dem der intensive Austausch über Konzeption und Umsetzung einzelner Projekte den Teilnehmern einen qualifizierten Überblick über regionale und technologische Potenziale brachte. Darüber hinaus konnten im Rahmen von Q-net zahlreiche interne Lernprozesse, wie etwa im Bereich der Mitarbeitereinschulung, signifikant verkürzt werden. Von den im Teamwork erarbeiteten Leitlinien in puncto Vermietung, Projekt und Veranstaltungsmanagement profitieren vor allem neu errichtete Technologiezentren, ermöglichen diese ihnen doch eine wesentlich schnellere Inbetriebnahme.

VTÖ-Vorsitzender Wolfgang Rupp über die Zielsetzung des QM-Projekts: „Die Ausstellung einer Zertifizierung bedeutet für Technologiezentren auch eine Abgrenzung zu normalen Immobilienprojekten, denn ihre eigentlichen Aufgaben in der Regionalentwicklung und der technologischen Impulsträgerschaft werden durch den Nachweis der Zertifizierung bestätigt.“

Beim QM-Projekt sieht der Verband der Technologiezentren seine Rolle primär in der Markenbildung und Qualitätssicherung für Technologiezentren, in der Erarbeitung von Trainingsmodulen sowie in der österreichweiten Koordination und Auditabwicklung.

Rupp: „Wir bieten aber auch nach der Zertifizierung eine dauerhafte QM-Dienstleistung an, denn die Daten der teilnehmenden Zentren werden zusammengeführt und ausgewertet. Daraus entstehen weiterführende Optimierungspotenziale und ich bin überzeugt, dass die ersten Best Practice-Beispiele im Bereich QM schon bald Nachahmer bei unseren übrigen Mitgliedern finden werden.“

Der Weg zum VTÖ-Zertifikat

Bei Workshops lernen die Teilnehmer zunächst, worauf es bei modernem Qualitätsmanagement ankommt. Auf dieser Grundlage erarbeiten und implementieren sie ein maßgeschneidertes QM-Handbuch für „ihr“ Impuls- oder Technologiezentrum. Dieser Prozess wird im Rahmen eines internen Audits im Zentrum selbst genau analysiert und überprüft. Danach wird das externe Audit durch den VTÖ durchgeführt. Dieses schließt – bei erfolgreich abgewickelter Prüfung – mit der Ausstellung des VTÖ-Zertifikats. Das Zertifikat muss jährlich aufgefrischt werden.